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Es gibt ja hier, trotz der derzeitigen Flaute an Beiträgen, eine gewisse Besucheranzahl, die sehr konstant bleibt. Was mich ehrt und verwundert. Ich fühle mich aber auch ein bisschen schuldig, ich hab hier einen Blog und die Leute wollen ja was von mir lesen, ich will es ja auch bei anderen. Nur hier kommt mein Dilemma. Der Antrieb und der Sinn in dem Ganzen Blog hier, verschwindet rapide.

Ich bin nicht der Typ, der der Welt unbedingt mitteilen muss, was besonderes aufregendes oder langweiliges gerade geschieht oder welche Meinung ich zu einem Thema habe(n muss). Die, die das brauchen/möchten/wollen mag ich und bin heilfroh, dass sie mit ihren Sachen meine Zeit stehlen.

Nun, was heißt das für den Blog Blickwinkel.? Erstmal nichts. Er wird nicht eingestellt oder weggeschmissen, er wird schon noch hier bleiben. Allerdings kann es sein, dass ich mich demnächst einfach nur noch den neuen Sachen, die anstehen, widme und den Blog ganz vergesse. Es kann auch sein, dass ich sporadisch immer mal wieder neues Material herauswerfe. Es kann auch sein, dass ich bald wieder Lust bekomme und losschreibe. Möglich ist alles. Unmöglich auch.

Letztlich war es ganz toll den Blog knapp ein dreiviertel Jahr lang zu pflegen, es war interessant und ein schöner Einstieg. Jetzt darf es aber weitergehen. Wie gesagt, es steht mindestens ein neuer Blog an. Mehr wenn er startet. Dann kann ich mir vielleicht sogar bald schon einen neuen Blog vorstellen. Einen neuen eigenen Blog, der nichts mit dem hier zu tun hat, er sollte sich dann nur einem Thema widmen. Aber das geistert derzeit nur in meinem Kopf herum, vielleicht finde ich genügend Ideen und starte ihn bald mal. Also, Blickwinkel. bleibt, allerdings ohne Versprechungen, dass hier noch neue Einträge erscheinen werden. Wir werden sehen.


Little Miss Sunhine ist einer der wunderschönsten Filme. Jedes weitere Wort den Film irgendwie zu beschreiben, ist mir komplett misslungen. Anschauen. Das reicht eigentlich.


G8-Poker Hier, mein erstes Photoshop Werk. Sensationelle G8 Kritik, oder? Sprüht nur so vor politischem Witz. Hunde und Poker. Das nenn ich Demonstration. Oder so.

Jedenfalls hab ich damit diesen Preis an meinem Geburtstag gewonnen, den ich mal fotografiert, jedoch nicht nachbearbeitet habe. Das sind wirklich einskommafünf Liter Sekt. Das hab ich gewonnen, in der FH, richtig der Fachhochschule. Da wo man studieren tut. In einer Fotoübung, die zu besuchen Pflicht für uns ist. Und in der man einfach mal ein Bild bearbeiten sollte. Ist wohl einfach eine Einstimmung auf spätere Arbeitsverhältnisse… snipshot_hi_e4ms05p1a6f.jpg


14.06.2007.

14Jun07

Eigentlich war das für meine Oscar-Dankesrede reserviert. Aber weil ich wahrscheinlich in nächster Zeit eh nicht nach Los Angeles komme und heute mein Geburtstag ist, gibt es mal ein großes und dickes Dankeschön an euch alle da draußen! 

Danke für die wahnsinnig netten und umwerfenden Glückwünsche zu meinem 20.0-Geburtstag! Ich bin eh überrascht von wo überall die „Alles Gute“ und „Herzlichen Glückwunsch“ kommen. Nette Überraschung. Und ich bedanke mich wirklich ganz artig für all das Gewünschte.  So ausgestattet kann die Mission „mit einem weiteren Jahr rangeln“ ein Erfolg werden.

Ich schmelz jetzt auch nicht in Erinnerungen, von wegen „hach, jetzt ist die Teenie-Zeit endgültig vorbei“ oder „Uh, toll, das echte Leben beginnt“, beliebt ist auch „Hah, ab jetzt gehts abwärts…“ und „ich wart nur noch auf meine bewilligte Rente“. Alles Mist, den nur Idioten raus schmettern. Ganz ehrlich.

Am Ende will ich mich noch kurz bei zwei Menschen bedanken. Und auch wenn es Überwindung kostet…Markus, Christian ich verneige mich mal kurz vor euch. Genießt euer kurzes Glück, ich tus auch. Danke! 

Und ohne meine Familie wär ich heute sowieso nicht hier wo ich bin (interpretiert da rein was ihr möchtet :P ), die kriegen natürlich auch noch mal ein großes, liebevoll gepacktes Dankeschön.  Ich bin gespannt was in dem mysteriösem Päckchen sein soll… Die blöde Packstation ist immer noch außer Betrieb… ;)  

So, damit genug Lobhudelei erstmal. Ich verspreche und nehme mir übrigens auch vor, den Blog wieder mit mehr Inhalt zu füllen. Wirklich. 


Unmögliches.

06Jun07

Mir ist gerade das unmöglichste passiert. Ich hatte Durst. Und weil ich Durst hatte, habe ich eben logischerweise eine Saftverpackungsdings aufgemacht. Diese großen Tetra Pack Dinger, mit so 1,5 Liter an Saft drinnen. Also ich hab natürlich erstmal versucht es aufzumachen. Denn da ist doch oben immer erst dieser Verschluss zum aufdrehen. Kein Problem im Normalfall, diese Mal auch nicht. Ich mach also diesen Drehverschluss auf, war wie gesagt gar kein Problem. Dann ist da aber auch noch immer diese Abdeckung draufgeklebt, die ist doch meist aus diesem Silberpapierzeugs. Die muss man ja immer mit nem guten Ruck abziehen, wodurch immer und wirklich immer durch die Wucht – physikalisch gesehen einige Kraftvektoren, das möcht ich jetzt nicht näher erläutern – der erste Teil Saft verschüttet wird. Der Teil, den man entweder abwischen muss oder ablecken.
Schlaue Menschen machen den Saft über dem Waschbecken auf, noch schlauere Menschen kaufen sich solche Safttüten gar nicht, sondern Flaschen…und bekommen dann den Verschluss nicht auf. Die schlauesten Menschen hingegen drinken einfach gar nichts mehr.

Wenn jetzt also dieser erste Teil des Saftes verschüttet wird, dann ist es ein Naturgesetz, gar ein Naturdogma, dass es immer dahin fliegt, wo man es am wenigsten brauchen kann (das Zeugnis, der unbezahlbare Mahagonitisch oder die Erstauflage der Bibel – solche Sachen hat man immer genau dann da); oder/und dorthin wo man ganz schlecht mit einem Lappen oder der Zunge hinkommt.
Möchte man jetzt meinen, dass die Saftindustrie diesen Teil des Saftes einfach einsparen würde um Kosten zu sparen oder gar bessere Safttüten produzieren liese, dann meint man das aber ganz alleine. Hinter der Saftindustrie steht, im Dunklen verborgen, die Putzlappen-, Mundhygiene- und Zahnarztindustrie, die sowas natürlich energisch verhindern. Nicht hinter der Saftindustrie steht die eigentliche Saftindustrie, die steht lustigerweise wiederum hinter der Salzgebäckindustrie, hinter der ebenfalls die Zahnarztindustrie steht, die wiederrum von gleichen Teilen von der Mundhygiene- und der Autoindustrie kontrolliert wird.
Wodurch sich bei Treffen der Saftindustrieverantwortlichen schlaue Hostessen einen Scherz erlauben und die Vertreter der Mundhygieneindustrie doppelt begrüßen und ihnen das doppelte Essen bringen. Lustig.

Um aber nochmal auf das Unmögliche von vorhin und dem fliegenden Saftteil zu kommen. Genau als ich natürlich den Silberpapierähnlichensicherheitsverschluss, der den springenden Saft von der Außenwelt trennt, abreiße, gebe ich der Safttüte den unumgänglichen Kraftruck.
Der Saft, nur darauf lauernd endlich rauszudürfen und mir die übliche Zungenarbeit aufzulegen, sprang natürlich direkt nach der Öffnung aus dem Saft heraus. Ich, erschrocken wie immer (daran gewöhn ich mich einfach nie) schaue dem in die Luft springenden Saft hinterher, verliere ihn allerdings direkt danach aus den Augen.
Das geht immer wahnsinnig schnell. Eigentlich so schnell, dass man das Gefühl hat, dass der Saft die Strecke aus dem Saft hin zum Ziel praktisch ohne Zeitverlust überwindet. Meine These ist, dass der Saft bevor er überhaupt losspringt schon am Ziel angekommen ist und dem Auge nur eine Illusion hinterlässt, dass er jetzt eben losspringt. Wissenschaftlich abgesichert ist das nicht, es wird aber daran geforscht. Dank der EU.

Der Saft fliegt also. Ich seh ihn nicht mehr bzw. sah es nicht nötig dem Saft zuzusehen. Und dann, dann war auf einmal nichts. Ich hab geschaut und gesucht, immer mit raushängender Zunge, aber es war nichts zu finden. Kein Pfützchen reinsten Saftes. Ich durchwühlte einmal das ganze Zimmer, zweimal. Selbst im hintersten Eck war nix zu finden. Dann denk ich mir, das Ganze ist die Mühe eh nicht wert. Setz mich hin, blick in das neben den Saft von mir bereitgestellte Glas und sehe den Saft. Er ist direkt aus der Safttüte in das Glas gesprungen! Ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten. Ich hätte es niemals so gut hinbekommen. Unmöglich eben.

Als ich den Saft fragen wollte, warum er seine Gesetze missachte und überhaupt so unverschämt zu meiner Zunge wäre, da fiel mir auf, dass die Safttüte bereits ausgetrunken, schön zusammengefaltet im Müll lag. Vor dem Haus. Tja, schade.


Willy Wonka.

03Jun07

Wie großartig Johnny Depp ist, muss man niemanden mehr wirklich beweisen. Piraten hin oder her.
In Charlie und die Schokoladenfabrik spielt er einen unglaublich lustigen Willy Wonka. Mit wunderbaren Einflüssen von Michael Jackson, zum absoluten totlachen. Dazu diese völlig verrückte Schokoladenfabrik, für mich der eigentlich Star des Films. Ganz ehrlich, warum hat sich eigentlich noch niemand darüber ernsthafte Gedanken gemacht einen Schokoladensee mit Schokoladenwasserfall zu bauen? Der macht doch die Schokolade so einzigartig flockig…

Auch gut am Film ist, dass man während dem Anschauen sehr wenig Lust auf Schokolade bekommt. Eher kommt einem immer wieder etwas salziges in den Sinn…


Land unter.

28Mai07

Meistens hört man ja nur davon. Es passiert irgendwo anders, nicht bei mir, vielleicht am anderen Ende der Welt. Ja, ist schlimm das, mhm, muss man was dagegen machen; hey, es laufen ja die Simpsons. Zumindest wars auch bei mir so. Bis irgendwie am letzten Dienstag die natur komplett zurückschlug. So auf einmal, vielleicht ne halbe Stunde lang, aber das richtig massiv.

Irgendwie kam wie aus dem nichts einfach ein riesiges Unwetter. So eins, dass man im Sommer öfter mal hat, nach einem schwülen Tag, wenn man Abends die Wolken am Horizont sieht und weiß, ok, da kommt was heut abend. Dann auch mit richtig viel Blitz, Donner und Regen. Meistens auch gar nicht so lange, es kommt und zieht über einen drüber und dann weiter in den Himmel. Nur dieses Mal wars anders irgendwie. Es war eine größere Kraft zu spüren, die die Wolken gespeichert hatten und die langsam aber sicher raus musste.
Erst wurde es immer dunkler, wirklich richtig dunkel und dann ging der erste Schauer runter. Anfangs kurz normal, dann aber schnell heftiger werdend. Eben Gewitterstärke. Nichts allzu ungewöhnliches.
Ich war noch in der FH zwecks einer Übung und besorgte mich erstmal nur darüber einigermaßen trocken heim zu kommen. Nach der Übung ging ich dann mit einem Kumpel raus. Erstmal haute uns ein heftiger Windstoß fast um; das war nicht wirklich schlimm, eher irgendwie gewohnt. Zu regnen hatte es fast aufgehört, es tröpfelte nur noch, trotzdem war der Himmel immer noch von gewaltigen Wolken umgeben. Es sah wirklich aus wie eine riesige Wand mitten im Himmel stehend, nur ein kleiner Ring wurde aufgesprengt und die Sonne blitzte da durch. Das war unser Zeitfenster. Hier regnete es nicht mehr und ich hoffte eigentlich so die paar hundert Meter zur U-Bahn Haltestelle einigermaßen trocken zu gehen. Wir gingen den kleinen Weg von unserem Hof der FH zur Straße, es war nicht lang.
Dennoch gings auf einmal los, wie auf Kommando begann der Regen schlagartig stärker zu werden. Wir begannen erst schneller zu gehen, dann zu laufen um wenigstens noch den kurzen Sprint zu den überdachten Fahrradständern zu schaffen. Mit jedem Schritt wurde der Regen eigentlich stärker und bei den Fahrrädern angekommen waren wir schon gut nass, dennoch erstmal im geschützten Trockenen. Und dann begann das Unwetter auch erst richtig. Es wurde dunkler, der Regen immer stärker, dazu kam ein Wind und Blitze. Die schlugen dabei nicht wirklich weit weg ein, der Donner war höchstens 3 bis 4 Sekunden weg, es kamen auch schon mal nur 1 Sekunde zwischen Blitz und Donner vor. Dazu kam nach kurzer Zeit Hagel. Starker Hagel und große Körner. Auf dem Parkplatz neben uns fing ein Auto an die Alarmanlage zu starten, weil die Körner so heftig aufschlugen.
Wir waren unter dem Dach der Fahrräder inzwischen auch nicht mehr wirklich geschützt, erst überschwemmte langsam der Boden von allen Seiten, dann kam noch durch den Wind dazu, dass der Regen teilweise Waagerecht auf uns einprasselte. Mein Klamotten waren da schon durch und durch nass. Also wirklich nass, als ob man sie in einen Eimer voller Wasser getaucht hätte, ich konnte das Wasser raus wringen. Der Boden wurde inzwischen auch immer voller Wasser, denn die Kanaleinläufe konnten die Unmengen an Wasser gar nicht so schnell abtransportieren, dazu löste sich der Dreck von der Baustelle gegenüber der FH inzwischen schön im Wasser auf, was eine nette braune Brühe gab. Sehen konnte man inzwischen durch den vielen Regen auch kaum mehr was. Eine wirklich völlig surreale Situation, ich fühlte mich komplett hilflos. Es gab eigentlich nichts, was man dagegen tun konnte, außer warten. Warten bis das alles mal aufhören sollte…oder wollte.

Irgendwann wurde es dann auch wieder weniger und wir nutzten die Chance um zur Bahn zu laufen. Nass waren wir ja eh schon, von oben bis unten. An der Bahn angekommen gings aber erst weiter. Nämlich nichts. Keine Bahn fuhr mehr. Die Gleise waren nicht frei.
Also mussten wir auf den Bus ausweichen, zusammen mit mindestens 50 anderen Gestrandeten. Nachdem der Bus über mehrere Umwege irgendwann endlich in Bonn einfuhr, wurde das Ausmaß des Unwetters klarer. Die Straße war teilweise immer wieder überschwemmt, große Bäume waren umgefallen, glücklicherweise ohne dass jemand darunter stand. In der Altstadt haben sich jede Menge Dachziegel gelöst und waren auf die Straße gefallen, Tische und Stühle wurden weggefegt, und Markisen einfach weggerissen. Ein sonderbarer Anblick und Schauspiel da durchzulaufen. Am Hauptbahnhof dann die vielen Nachrichten, dass die Bahnen natürlich nur sehr unregelmäßig fahren könnte, einige Bahnhöfe konnten wegen Überschwemmungen gar nicht angefahren werden. Land unter eben. Wegen dreißig Minuten regen?


Alle.


Luft raus.

16Mai07

Was machen wenn die Luft raus ist?

Sich mal wieder hinsetzen und was schreiben. Hm, nur was?
Davon schreiben, dass man mit Heroes eine sensationelle Serie entdeckt hat? Oder davon schreiben, dass das Clueso Konzert spitze war? Davon schreiben, dass ich gar nicht weiß was ich schreiben soll?

Nein, lieber warten bis die Muse mich mal wieder küsst.