Schon komisch, wie sich die Einstellung und Sicht zur „Heimat“ ändern kann. Habe ich noch bis Mitte September in München gewohnt und das ganze 19 Jahre lang, wohne ich jetzt in Bonn. Der ehemaligen Bundeshauptstadt. Oder das Bundesdorf.

Und jetzt bin ich das zweite Mal wieder für ein Wochenende nach Hause gefahren. Da steckts schon drinnen. Nach Hause. Es ist schön. Wie ein kleiner seelischer Urlaub. Raus aus dem Studentenwohnheim, raus aus dem Studentenleben, aus der Eigenverantwortung und wieder rein in das einfache und doch schöne Leben. Vor allem rein nach München.

Ich hatte ja immer schon eine gespaltene Beziehung zu München, fühlte mich oft völlig Fremd und überhaupt nicht passend. War sogar froh rauskommen zu können. Und jetzt? Jetzt merke ich in der Ferne auf einmal was für ein Flair diese Stadt überhaupt hat, was sie für mich ausgemacht hat und was sie einzigartig macht. Es ist meine Heimat. Und so fühlt es sich an.

Jeder kennt es. Viel zu oft ist es so, dass uns Dinge erst schön erscheinen, wenn wir sie nicht haben. Blöde Angewohnheit wie ich finde.



One Response to “Wegfahren um nach Hause zu kommen.”  

  1. Frohe Weihnachten


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